Emotionales Essen

Die meisten Menschen essen von Zeit zu Zeit emotional - vielleicht eine Schale Eiscreme am Ende eines stressigen Tages oder einen Keks als Selbstbelohnung für einen gut erledigten Job. Wenn das emotionale Essen außer Kontrolle gerät, kann es zu zwanghaftem Essen oder Fressattacken (eine "Esssucht" oder umgangssprachlich oft als "Fettsucht" bezeichnet) führen. Emotionales Überessen wird oft als ein Problem von Schwäche oder mangelnder Willenskraft angesehen. Es ist jedoch ein komplexes und oft missverstandenes Problem.

Experten sind sich über die Ursachen von emotionalem Essen nicht sicher. Es neigt dazu, mehr als eine Person in einer Familie zu betreffen. Es hat oft Wurzeln in der Kindheit, wenn Essen als Belohnung oder Schnuller benutzt wird. Es kann aber auch im späteren Leben beginnen, oft nach einer traumatischen Situation wie einem Todesfall oder einer Scheidung. Es beginnt oft schleichend.
Obwohl emotionales Essen ein Problem ist, das Menschen unterschiedlich betrifft, haben Menschen, die emotional essen, eine Reihe von gemeinsamen Merkmalen. Zum Beispiel:

  • Menschen, die emotional essen, haben meist ein schlechtes Körperbild. Sie hassen oft, wie sie aussehen und neigen dazu, soziale Situationen zu vermeiden.
  • Emotionales Essen wird fast immer durch Stimmungsschwankungen ausgelöst. Essen wird zu einer Bewältigungsstrategie, die Menschen hilft, mit Emotionen wie Einsamkeit, Traurigkeit, Langeweile und Wut umzugehen.
  • Emotionales Essen wird manchmal mit Depressionen in Verbindung gebracht. Experten wissen jedoch nicht, ob Depressionen emotionales Essen auslösen oder ob Essen ein Weg ist, mit depressiven Gefühlen umzugehen.
  • Die guten Gefühle, die durch das Essen hervorgerufen werden, sind meist nur von kurzer Dauer. Das Problem, das das emotionale Überessen ausgelöst hat, bleibt bestehen und wird durch schwere Schuld- und Schamgefühle verstärkt. Dies wird zu einem gefährlichen Kreislauf, da Schuld und Scham zu noch mehr emotionalem Essen führen, um die Gefühle zu betäuben.
  • Manchmal ist das körperliche Unbehagen des Überessens leichter zu ertragen als der psychologische oder emotionale Schmerz, der es ausgelöst hat.
  • Gesellschaftlicher Druck und die Betonung von Gewicht und Aussehen tragen oft zu enormer Scham, Ekel, Selbsthass und daraus resultierendem emotionalem Essen bei. Emotionale Esser, die übergewichtig sind, werden oft hart beurteilt.
  • Emotionale Esser geben oft ihrem eigenen Mangel an Willenskraft die Schuld. Sie können auf verschiedene Diäten oder gefährliche Diät- oder Abführpillen zurückgreifen.
  • Diäten oder Nahrungseinschränkungen erhöhen das Risiko für gestörtes oder emotionales Essen. Diäten funktionieren nie, aber eine
Dieser Artikel wurde auf Englisch veröffentlicht 2015-03-05 23:23:14 und übersetzt in Deutsch im Jahr 2021

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