Scham und PTSD: Ein zerstörerisches Paar von Emotionen

Es mag den Anschein haben, dass Scham und PTSD (Posttraumatische Belastungsstörung) sehr unterschiedliche Themen sind, aber die beiden sind sehr eng miteinander verbunden. Zusammen können sie sehr mächtige und zerstörerische Kräfte sein, die jeden Aspekt unseres Lebens beeinflussen, von unserer Karriere über unsere Beziehungen bis hin zu unserer geistigen und körperlichen Gesundheit.

Scham vs. Schuld: Was ist der Unterschied?

Scham ist eine schmerzhafte, verheerende Emotion, die mit Gefühlen der Machtlosigkeit und Wertlosigkeit einhergeht. Eine Person, die schwere Scham erlebt, auch bekannt als toxische Scham, erfährt Selbstverachtung, Ekel und den Glauben, grundsätzlich schlecht und unwürdig zu sein, geliebt zu werden, akzeptiert zu werden oder dazuzugehören.

Schuld hingegen ist eine unangenehme, aber weniger starke Emotion, die auftritt, wenn eine Person etwas tut, von dem sie weiß, dass es falsch ist. Schuld, die typischerweise mit Gefühlen der Reue und des Bedauerns einhergeht, kann hilfreich sein, wenn sie uns lehrt, bessere Menschen zu sein, entweder durch korrigierende Handlungen, Entschuldigung oder Wiedergutmachung.

Was ist eine posttraumatische Belastungsstörung?

Posttraumatische Belastungsstörung ist ein Begriff, der oft für Kriegsveteranen, Menschen, die in Kriegsgebieten leben, und Überlebende des Terrorismus reserviert ist. PTSD kann jedoch Kinder und Erwachsene betreffen, die jede Art von Trauma erlebt oder miterlebt haben, einschließlich körperlicher oder sexueller Übergriffe, Naturkatastrophen, Unfälle oder den Tod eines geliebten Menschen. Es kann zu schweren Ängsten, Rückblenden, schrecklichen Albträumen und der Unfähigkeit führen, nicht mehr an das Ereignis zu denken.

Scham und PTBS: Der Zusammenhang

Scham und PTBS beinhalten oft tiefe Gefühle des Bedauerns und der Verantwortung, schwere Schuldgefühle, weil man überlebt hat, während andere das nicht getan haben, oder Scham, weil man ein Gefühl der Erleichterung oder des Hochgefühls erlebt hat, weil man das Trauma überlebt hat.

Menschen sind fest verdrahtet, um bei Bedrohung Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dieser Überlebensinstinkt kann eine Kampf- oder Fluchtreaktion beinhalten, die spontan auftritt. Nachdem das traumatische Ereignis vorbei ist, ist es üblich, dass Überlebende ihre Fähigkeit überschätzen, die traumatische Situation verhindert zu haben oder zu bedauern, dass sie den Menschen nicht auf konstruktivere Weise geholfen haben. Die daraus resultierende Selbstbeschuldigung ist oft ungenau und unfair, aber die intensive Scham führt oft dazu, dass sich Menschen in ständiger Selbstverurteilung für ein Ereignis engagieren, das wahrscheinlich völlig zufällig und unerwartet war. Oft sind Traumaopfer einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.

Scham ist tendenziell noch ausgeprägter bei Lehrern, Feuerwehrleuten, Polizisten oder anderen Menschen, die Verantwortung für das Wohlergehen anderer Menschen tragen. Wenn in einer traumatischen Situation etwas schief geht, können sie ein enormes Gefühl des Versagens erleben.

Trauma und Missbrauch in der Kindheit

Kinder, die ein körperliches oder sexuelles Trauma erleben, können sich selbst die Schuld für den Missbrauch geben, weil sie "darum gebeten haben", indem sie den Erwachsenen wütend machten. Sie fühlen sich vielleicht schuldig, wenn ein Erwachsener wegen des Missbrauchs inhaftiert wird oder wenn das missbräuchliche Verhalten zur Trennung oder Scheidung der Eltern führt.

Weiterhin können junge Opfer extreme Wut empfinden und mit der Wut umgehen, indem sie sich daneben benehmen oder Geschwister oder Klassenkameraden schikanieren. Opfer in der Kindheit können den Missbrauch bis ins Erwachsenenalter hinein rationalisieren und das Muster fortsetzen, indem sie ihren eigenen Partner oder ihre Kinder misshandeln. Dieses Verhalten dient dazu, die Schamgefühle zu verstärken.

Symptome von PTBS

  • Intensive Angst
  • Panikattacken
  • Nachträume
  • Verhaltensstörungen
  • Aggressives Verhalten und Wutausbrüche
  • Risikobereitschaft
  • Flashbacks; Wiedererleben des traumatischen Ereignisses
  • Hoffnungslosigkeit
  • Selbstmordgedanken

Scham, PTBS und Substanzmissbrauch

Die Bewältigung von PTBS und Scham ist schwierig, und es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen zu ungesunden

Dieser Artikel wurde auf Englisch veröffentlicht 2016-05-15 10:28:00 und übersetzt in Deutsch im Jahr 2021

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